Ei, ei, ei, hereinspaziert

Nach dem großen Einzug, finden unsere Hühner auf zwei Etagen ausreichend Schutz und Platz zum Scharren, Futtern, Trinken, Eier legen und Schlafen.

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Eier von freilaufenden Hühnern vom Dümptener Bauernhof

Gockel Constantin hat ein waches Auge auf seine Hühnerschar.

Aus dem Pott – für den Pott: Unsere Hühner legen ihre Eier direkt in den Pott… und das täglich! So ist das mit unseren Hühnern. 225 Hennen bevölkern seit März 2012  unseren mobilen Hühnerstall, gut bewacht von ihren fünf Hähnen. Hier leben sie und erhalten außer Wasser, Futter, Luft und Liebe keine weiteren Zusätze – welcher Art auch immer. Unser Stall ist autark; er bietet den Hühnern auf zwei Etagen ausreichend Schutz und Platz zum Scharren, Futtern, Trinken, Eier legen und Schlafen. Die „Terrassentüren“ öffnen und schließen automatisch und zeitgesteuert (angepasst an die Lichtverhältnisse der einzelnen Jahreszeiten) und geben den Hühnern freien Auslauf. Damit kombiniert funktioniert auch das im Stall eingebaute Licht. Denn Hühner streben ins Licht: Mit beginnender Dämmerung geht im Hühnerstall auf beiden Ebenen das Licht an – Zeit zum Heimkehren. Nach und nach erlischt das Licht. Zunächst im Parterre gelegenem Wellnessbereich (Scharrbereich mit angeschlossener Terrasse), dann auch die große Beleuchtung im oberen Schlaf- und Essbereich. So bleibt den Hühnern noch das Licht des „Nachttischlämpchens“, um sich auf einer der Sitzstangen ein kuscheliges Schlafplätzchen zu ergattern, bevor es endlich „Licht aus“ heißt und geschlafen wird.

Nachts, wenn alle Hühner noch träumen, öffnen sich leise die Nestklappen. Hier fühlen sich die Hennen geschützt vor der Außenwelt und legen Ihre Eier in den eigens hierfür in die Nester eingestreuten Dinkelspelz. Auf diese Weise bleiben die Eier schön sauber. Während morgens die ersten Früheierleger schon vor den Toren zur Wiese scharren und raus wollen, ist in den Nestern noch reges Eierlegen angesagt. Erst gegen Mittag leeren sich die Nistplätze und auch die letzten Spätaufsteher suchen sich ihren Weg nach draußen. Dann ist es Zeit für uns, die frisch gelegten Eier zu sammeln. Sind alle Nester leer, werden die Nestklappen von Hand verschlossen und der Eiertanz kann im nächsten Morgenerwachen von vorne beginnen.

Unsere Hühner sind keine Bio-Hühner. Zwar erfüllt der Stall und auch unsere Hühnerwiese alle Ansprüche, die aus Bio-Sicht zu erfüllen sind, doch ist weder unsere Fläche, noch unser Futter mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet. Unser Stall ist mobil! Und das nicht ohne Hintergedanken: Hühner sind Fluchttiere. Sie haben eine natürliche Furcht vor möglichen Angreifern (eine Furcht, die auch in Dümpten übrigens nicht unbegründet ist – Fuchs und Bussard haben unsere Hühner bereits heimgesucht) und wagen sich nur bedingt ins Freie. Die Folge: Ihr beliebtester Scharrplatz auf der Wiese ist unmittelbar vor dem sicheren Stall. Sie wird besonders rege genutzt und damit in Mitleidenschaft gezogen. Hier ist die Hühnerdichte die größte, dementsprechend die Verunreinigung stark und die Grasnarbe am stärksten belastet. Weiter entfernte Teile der Wiese werden hingegen kaum genutzt.

Was also tun, wenn sich das Huhn nicht freiwillig weiter weg vom Stall bewegt? Der Stall muss wandern. Dafür sorgen wir: Regelmäßig spannen wir den Trecker vor unser mobiles Hühnerheim und ziehen es ein Stückchen weiter über die Wiese. So hat der ursprüngliche Standort die Chance, sich zu regenerieren und die Hühner haben ein frisches Stück Wiese zum Scharren, Picken und Sonnenbaden.

Umgezogen wird übrigens immer mit den Hühnern an Bord – und sei es auch nur für noch so kleine Strecken. Warum? Hühner sind Gewohnheitstiere, sie laufen wie auf unsichtbaren Schienen. Wird der Stall versetzt während sie sich im Freien befinden, so darf man abends jedes einzelne Huhn persönlich in den Stall zurückbringen. Und dies selbst dann, wenn der Stall nur um 15m gewandert ist! Die Hühner finden nicht nach Hause. Also reisen alle Hühner beim Stallumzug im Stall mit.

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